Imaginary Heroes: Elsaß- Tour Tag 4 - Samstag, der 4. August

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Tour im Elsaß

Mittwoch, der 1. August

Donnerstag, der 2. August

Freitag, der 3. August

Samstag, der 4. August

Sonntag, der 5. August

Montag, der 6. August

Dienstag, der 7. August

 

 

Der vierte Tag
(Samstag, der 4. August)
Am nächsten Morgen wich das Gewitter einem Dauerregen, so daß nach Einkäufen in Baerenthal das Frühstück erst in Rupertswiller nach Regenende stattfand. In Lichtenberg ergab sich nur eine Außenbesichtigung der Festungsruine wegen der Mittagspause (fünf Minuten zu spät angekommen). Kurz darauf sollten bei einer Quelle die Trinkflaschen aufgefüllt und das Mittagessen (Cannelloni aus der Dose, aufgewärmt auf dem mitgenommenen Campingkocher) eingenommen werden. Nur letzteres setzte man schließlich in die Tat um, denn dem moderigen und verschlammten Quellkessel konnten nur wenige Bescher schwebteilarmes Wasser abgetrotzt werden.

Von der Moderquelle ins Modertal nach Ingwiller (ungefähr 4.000 Einwohner). Als Unterkunftsmöglichkeiten fanden sich in der Ortschaft nur zwei Betriebe und ein "Hotel de Ville", das dem französischunkundigen Michael aufgrund der herausgeputzten Fassade als viel zu teuer erschien. Klaus klärte ihn auf: hier handelt es sich nicht um ein Dreisternehotel, sondern um das örtliche Rathaus. Dieses beherbergt zwar keine Gäste, aber den örtlichen Verkehrsverein namens "Syndicat d' Initiative" (Assoziationen mit den "Syndicaten" aus Gangsterfilmen waren nicht ganz unberechtigt, wie sich später herausstellte). Hoffnungsvoll wendeten sich beide an die auf einem Berg von Prospekten sitzende Dame. Auf einmal reduzierte sich das wichtige Material auf eine handgestrickte Übersicht, die nur zwei Privatquartiere und ein Hotel auflistete. Schließlich fiel die Wahl auf das Zimmer der Familie Gugenmuß. Für das teure Zimmer erhielt man viel Literatur für lange Regentage in zwei Sprachen und eine Denkschrift "Das Leben neu gestalten" in nicht unbekanntem Druckbild. Von der Überschrift neugierig gemacht las Michael in seiner besten philosophischen Sonntagslaune das Handzettelchen an und stolperte über den Terminus "Jehova" ... aha, alles klar! Bei der Buchtitelkontrolle entpuppte sich der gutgemeinte Zeitvertreib als Bekehrungsliteratur, ebenso wären ohne Geistesgegenwart die Rucksäcke fast damit angereichert worden. Abends sorgte ein "Stadt"rundgang (mit den Einkäufen für den nächsten Tag) und das Nähen von Michaels aufgeplatzter Tragegurtnaht für Zeitvertreib. Auf dem Bahnhof waren die Abfahrtszeiten von Zügen nach Zabern zu erhalten.

Wetter: wechselhaft mit Schauern und kühl
Höhenunterschied: 220 Meter
Wegstrecke: ungefähr 21 Kilometer

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