Imaginary Heroes: Elsaß- Tour Tag 6 - Montag, der 6. August

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Tour im Elsaß

Mittwoch, der 1. August

Donnerstag, der 2. August

Freitag, der 3. August

Samstag, der 4. August

Sonntag, der 5. August

Montag, der 6. August

Dienstag, der 7. August

Dies und Das

Samstag, der 22. Oktober

Sonntag, der 23 Oktober

Montag, der 24. Oktober

Der sechste Tag
(Montag, der 6. August)
Nach der üblichen Proviantversorgung und dem Umtausch Michaels restlicher Reiseschecks markierte 0830 den Abmarschzeitpunkt in Richtung Süden. Vorbei an einem türkischen Jugendferienheim wurde auf einem Waldlehrpfad der Frühstücksplatz, die Ruine "Haut Barr" erreicht. Das auf der Burg stehende, im Jahre 1901 erbaute Fachwerkhaus dient als Hotel und passt sich gut in die Gesamtanlage ein. Kurz darauf folgte eine an sich verschlossene optische Telegrafenstation (eine von vielen auf der strategisch wichtigen Verbindung Paris - Straßburg). Zufällig arbeitete dort ein Angehöriger der französischen Post, so daß ein Blick auf die Wohnung des Bedieners und die Technik der "manuellen Datenfernübertragung" geworfen werden konnte. Vorbei am großen und kleinen Geroldseck wurde der Brotschbergturm angesteuert.

Über den Geissfelswasen und dem Col de Valsberg ging es nach Wangenbourg (einem verschlafenem Städtchen, das Kohl und Mitterand schon einmal dagewesen sehen will), dem vermeintlichen Endpunkt der Etappe. Wangenbourg beherbergt ein Syndicat d' Initiative, die "unentbehrliche

Hilfe" bei der Quartiersuche. Die dort sitzende Angestellte glänzte durch Unkenntnis. Ein imaginäres, auf dem Schneeberg gelegenes Chalet sollte dem Wanderer als Nächtigungsstätte dienen. Die Dame wollte sich aber nicht festlegen, war sie doch noch nie auf dem "Hausberg" der Wangenbourger. So wie erwartet, entpuppte sich dieses später als ein Phantomgebilde, und die Hotelsuche war deshalb naheliegender. In der näheren Umgebung meldeten sämtliche Hotels "alles belegt", nur im entfernteren Obersteigen gabelte das Verkehrsbüro zwei freie Betten auf. Klaus plagte die Sorge, sie lägen genau in der falschen Richtung, stünde am nächsten Tag doch eine Mammutetappe bevor.

Von dort aus bot sich ein prächtiger Blick und die umliegenden alpin anmutenden Berge und Klaus kochte illegal unter konspirativen Umständen (Michael stand Schmiere) eine Nudelsuppe, die anschließend besonders hervorragend schmeckte. Er beging noch ein weiteres "Vergehen": aus einer Notlage heraus schloss er vom Hotelnamen "Goldbrunnen" auf den vermeintlichen Reichtum des Besitzers und ließ diskret noch ein Handtuch mitgehen.

Wetter: heiter bis wolkig und kühl
zurückgelegte Wegstrecke: ungefähr 25 Kilometer

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